Neuerscheinung: Peter Gosse

Aus der Innung der Freunde.
9 1/2 Blicke in sächsische Kunst-Keltern

Titel und Zettl

Der Schriftsteller Peter Gosse, Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und deren zeitweiliger Vizepräsident, begibt sich auf seine alten Tage noch einmal auf das Nachbar-Terrain der Bildenden Kunst.

Warum?

Ich denke, er will den Leuten, deren jahrzehntelange Freundschaft er genießt, schlichtweg seine Reverenz erweisen. Indes mehr noch womöglich: Gosse scheint – vermutlich rechtens – überzeugt, dass »seinen« Bildnern, die sich samt und sonders in die Leipziger Tieflandsbucht heimatlich eingesenkt fühlen, die ihnen gebührende weitreichende Bewunderung nicht zuteil wird: Einer derzeit unartigen Welt geläufig zu werden vermittels zufallsgenerator-bestimmter Farbflächen in Domfenstern, in Formalin versenkten Rindes oder Kopfüber-Porträts – dafür sind sie zu anständig.

Also gedenkt der Autor gegenzusteuern. Gelingt ihm das? Schwerlich. Aber zu wünschen ist es.

»Kunst-Deutung vermag der Kunst leidlich gerecht zu werden allein, wenn sie sich nicht in seziererischem Entblößen gefällt. Statt Offenlegung gilt die Offenbarung«,

schreibt Dichter Gosse, der für seine Offenbarungen nicht nur Einfühlung und Kunstverstand mitbringt, sondern auch die ungeahnten Möglichkeiten der Sprache virtuos nutzt.

Texte von Peter Gosse zu den Künstlern:

Gerhard Kurt Müller, Sighard Gille, Rolf Münzner, Volker Stelzmann, Karl-Georg Hirsch, Ulrich Hachulla, Gerd Wunderlich, Joachim Jansong, Rolf Kuhrt, Baldwin Zettl, mit 42 z. T. farbigen Abbildungen.

 

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